Bitcoin Cash Mining erklärt
Mining ist der Prozess, durch den neue Bitcoin Cash erzeugt und Transaktionen verifiziert werden. Doch wie funktioniert das genau, welche Hardware braucht man und lohnt sich das überhaupt noch in der Schweiz? Hier findest du alle Antworten.
Wie funktioniert BCH-Mining?
Bitcoin Cash verwendet wie Bitcoin das Proof-of-Work-Verfahren (PoW) mit dem SHA-256-Algorithmus. Miner setzen spezialisierte Hardware ein, um komplexe mathematische Rätsel zu lösen. Der erste Miner, der das Rätsel löst, darf den nächsten Block zur Blockchain hinzufügen und erhält dafür eine Belohnung.
Beim Mining werden gleichzeitig alle Transaktionen im Block verifiziert. Miner sind also die Buchhalter des Netzwerks — sie bestätigen, dass niemand BCH doppelt ausgibt und alle Transaktionen gültig sind. Je mehr Miner aktiv sind, desto sicherer ist das Netzwerk.
Ein wichtiger Unterschied zu Bitcoin: BCH verwendet den Dynamic Difficulty Adjustment (DAA), der die Mining-Schwierigkeit nach jedem Block anpasst. Bei Bitcoin wird die Schwierigkeit nur alle 2016 Blöcke angepasst. Das sorgt bei BCH für stabilere Blockzeiten.
Mining-Belohnung und Halving
Für jeden geschürften Block erhält der Miner eine Belohnung in BCH plus die Transaktionsgebühren aller enthaltenen Transaktionen. Die Block-Belohnung wird alle 210'000 Blöcke halbiert (ca. alle 4 Jahre) — das sogenannte Halving.
BCH Halving-Historie
Durch das Halving wird das neue Angebot an BCH kontinuierlich reduziert. Wie bei Bitcoin ist die Gesamtmenge auf 21 Millionen Coins begrenzt. Das macht BCH zu einem deflationären Asset — die langfristige Preisprognose ist daher für viele positiv.
Welche Hardware braucht man?
BCH-Mining mit einem normalen Computer oder einer Grafikkarte ist nicht mehr rentabel. Das Netzwerk wird von spezialisierten ASIC-Minern (Application-Specific Integrated Circuit) dominiert. Diese Geräte sind ausschliesslich für den SHA-256-Algorithmus gebaut und sind um Faktor tausende effizienter als herkömmliche Hardware.
| Miner | Hashrate | Verbrauch | Preis ca. |
|---|---|---|---|
| Bitmain Antminer S21 | 200 TH/s | 3'500 W | ~5'000 CHF |
| MicroBT WhatsMiner M60 | 186 TH/s | 3'400 W | ~4'000 CHF |
| Bitmain Antminer S19k Pro | 120 TH/s | 2'760 W | ~2'000 CHF |
Lohnt sich Mining in der Schweiz?
Die Rentabilität von Mining hängt hauptsächlich von den Stromkosten ab. In der Schweiz liegt der durchschnittliche Strompreis bei ca. 27 Rappen/kWh — deutlich höher als in Ländern wie Kasachstan (5 Rp.), Texas (8 Rp.) oder Paraguay (3 Rp.), wo die meisten Mining-Farmen stehen.
Bei den aktuellen BCH-Preisen und dem Schweizer Strompreis ist Solo-Mining für Privatpersonen in der Regel nicht rentabel. Die Hardware-Investition plus die laufenden Stromkosten übersteigen die Mining-Erträge. Ausnahmen:
- Du hast Zugang zu sehr günstigem Strom (z.B. eigene Solaranlage)
- Du kannst die Abwärme des Miners sinnvoll nutzen (Heizungsersatz im Winter)
- Du bist bereit, langfristig auf steigende BCH-Kurse zu spekulieren
Für die meisten Schweizer ist der direkte Kauf von BCH über eine Börse günstiger und einfacher als Mining. Die steuerliche Behandlung von Mining-Einkünften ist zudem komplexer als bei Kapitalgewinnen.
Alternative: Mining-Pools
Statt alleine zu minen, kannst du einem Mining-Pool beitreten. In einem Pool bündeln viele Miner ihre Rechenleistung und teilen die Belohnungen proportional. Das sorgt für regelmässigere, aber kleinere Auszahlungen. Beliebte BCH-Mining-Pools sind ViaBTC, AntPool und F2Pool.
Auch Cloud Mining wird angeboten, wo du Rechenleistung in einem Rechenzentrum mietest. Achtung: Viele Cloud-Mining-Anbieter sind unseriös oder schlicht Betrug. Wir raten zur Vorsicht bei Cloud-Mining-Verträgen.
BCH einfacher kaufen statt minen
Für die meisten ist der Kauf über eine Börse der bessere Weg zu Bitcoin Cash.
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